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Rettungweste von Thom Browne, zur Zeit in Japan erhältlich
Als wir die gelbe Weste aus der Spring/Summer Kollektion des New Yorker Designer Thom Browne gesehen haben, haben wir angefangen an wirkliche Rettungswesten im Allgemeinen zu denken und haben dann im Besonderen, ein Auge auf die neusten Entwicklungen bei Modellen für Ausnahmesituationen und ein höchst extremes Umfeld geworfen.
Wenn man über Wasser fliegt, ist die Fluggesellschaft gesetzlich verpflichtet Rettungswesten zu stellen, für den unwahrscheinlichen Fall, dass der Pilot es schafft sicher auf den Wogen der Wellen zu landen. Also findet man—gut unter seinem Sitz verstaut—für gewöhnlich etwas wie die Air Cruisers AC-1000, AC-2000 oder, wenn man Glück hat, die AC-2f. Ein anderer Hersteller namens Survival Products produziert ähnliche Modelle, wie die FV-35F und die XF-35, die mit einem Logo bestickt sind, welches eher eine Whitesnake-Coverband als einen Hersteller für Rettungsbekleidung vermuten lässt.

Nichts desto trotz, sind alle Rettungswesten ziemlich gleich und die XF-35 von Survival ist ein gutes Beispiel dafür. Sie ist sowohl für Kinder als auch für Erwachsene bestimmt und kommt in zwei Farben: Passenger Yellow oder Crew Molten Orange. Bei einem Gewicht von 1.13 Pfund hat sie zwei unabhängige Luftkammern, die sich mit rund 16 Litern aufpumpen um ein Minimum von 150 Newton Schwimmkraft zu liefern, sehr ergonomisch. Die doppelten CO2 Gasleitungen sind dazu bestimmt beim Kontakt mit Wasser sofort auf zu gehen, und falls das nicht der Fall ist, gibt es auch eine manuelle Pumpe und oben drauf ein durch Wasser aktiviertes Licht um Überlebende orten zu können. Wenn man das Material genauer betrachtet, haben sie sich für ein Flammen abweisendes, mit Urethan überzogenes Nylon entschieden, mit Hitze abweisenden RF Nähten - sehr zeitgemäß. Fluggesellschaften können, wenn sie wollen, die Jacken individuell anpassen lassen, aber wenn man sich das eigene Logo inmitten von Trümmern vorstellt, kann man darauf schließen, dass die meisten diesen Dienst nicht in Anspruch nehmen. Beliebtere Varianten beinhalten sogar Sea Dye Marker, welche das Wasser verfärben, und eine Trillerpfeife.

Größere Fluggäste, wie dieser Kollege hier, brauchen einen etwas besseren Schutz, wie die Mustang Survival’s MSV971 Aircraft Life Preserver Survival Vest. "Speziell für Piloten und das Flugpersonal designt, um sie über der Arbeitskleidung zu tragen," erklärt die Fachliteratur. “Die MSV971 ist eine aufblasbare, sich über dem Wasser haltende Luftkammer, welche direkt in die Rettungsweste integriert ist. Mit einer Schwimmkraft von kompletten 37 Pfund, beinhaltet sie zwei voneinander unabhängige Kammern, welche durch ein komplett integriertes, sich über Wasser haltendes Schutzwandsystem getrennt sind. Für die, die es noch ausgefallener mögen: die MD4035FR Compact Damage Tolerant Life Preserver (siehe unten) gibt einem sogar die Möglichkeit sich mit Munition zu bewaffnen, abgeschossen und getroffen zu werden und dennoch immernoch über Wasser zu bleiben. Oder, wie der Hersteller sagt: "Die MD4035FR ist voll funktionsfähig, sogar nachdem man von einer Schusswaffe oder Bombensplittern getroffen wurde. Dieses extreme Level an Schwimmkraft kompensiert so ziemlich jegliche Form von persönlicher Ausstattung und kleiner Waffen, die man auf einer Mission mit sich trägt"

Die spezialisiertesten Rettungswesten sind jedoch die der U-Bootfahrer um wieder zurück an die Wasseroberfläche zu kommen. Bekannt unter dem Namen Submarine Escape Immersion Equipment sind diese modischen Ganzkörper-Anzüge bei belgischen Techno-Fans ebenso beliebt, wie bei der internationalen Marine; was wahrscheinlich der Grund dafür ist, dass sie aussehen, als wären sie aus einer Kollektion, die Walter Van Beirendonck entwerfen würde. Die U-Bootflotte aus den USA steigt momentan auf die, in Großbritanien hergestellten RFD Beaufort Mk-10 um, die als Must-Have für die heutigen U-Bootmissionen im seichteren Wasser gelten.

Die führende Internetseite für Verteidigung, Global Security meint: "Der SEIE MK-10-Anzug macht es möglich defekten U-Booten in einer Tiefe von bis zu 600 Fuss zu entkommen. Ihr Aufbau beinhaltet eine Hilfe um dem U-Boot zu entkommen und einen Tauchanzug, einen integrierte Thermo-Abdichtung, und ein mit Gas befüllbares Einmann-Gummiboot. Und das alles in einer, sich außen befindenden, Verstauungsmöglichkeit. Der Anzug hält den Entflohenen nicht nur trocken und sicher vor einem Kälteschock während seiner Flucht, sondern dient auch als thermisch wirksamer Tauchanzug, wenn man die Wasseroberfläche erreicht. Dem zu Folge ist ein kompletter Schutz während des Aufbaus und des Fahrens auf dem Rettungsboot gegeben. Der Anzug liefert auch eine angemessene Auftriebkraft um den Entflohenen in einem sicheren Tempo vom U-Boot hinauf zur Wasseroberfläche zu geleiten - was dann ungefähr 2 - 3 Meter pro Sekunde wären.
CHRIS HATHERILL ist Co-Direktor von super/collider


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